Backe Backe Kuchen, der perfekte Arbeitgeber hat gerufen

Unter diesem Motto haben wir in den sozialen Medien einen Aufruf gestartet: wie sieht euer perfekter Arbeitgeber (RA/No) aus? Für welchen Arbeitgeber wärt ihr bereit (sofern die weiteren Parameter wie Entfernung stimmen) zu wechseln? Der Fachkräftemangel in der Branche ist längstens angekommen, Berufsträger weichen aus auf Quereinsteiger und nehmen in Kauf, weniger delegieren zu können. Warum ist das nur so? Warum behandelt man das vorhandene Personal nicht so, wie man selber behandelt werden möchte? 2 Tage hat der Deutsche Anwaltsverein hierzu in 2019 eine Podiumsdiskussion mit diversen Speakern gehabt, Ergebnis offen.

Aus Sicht der Kolleginnen und Kollegen aus den Foren ergibt sich ein klares Bild für den perfekten Arbeitgeber:

  • ein angemessenes Gehalt mit dem man (Frau) gut leben und nicht „auskommt“ oder auf eine Partnerschaft angewiesen ist
  • eine betriebliche Organisation, in der Überstunden die Ausnahme anstatt die Regel sind, Fristabläufe müssen nicht am letzten Tag bearbeitet werden
  • eine technische Ausstattung, die ein „gesunden“ arbeiten ermöglicht, es ist erwiesen, dass z.B. Stehtische und das abwechselnde sitzen und stehen förderlich ist. Auch beim Computerprogramm und bei der IT-Ausstattung selber sollten wir im Jahre 2020 angekommen sein, ein Headset sollten nicht nur Piloten bekommen
  • Work-Life-Balance: es sollte die Möglichkeit geben, Remote (also Homeoffice in Absprache) arbeiten zu können, Anrufe im Urlaub oder während einer Krankschreibung sollten tabu sein – wir arbeiten nicht im OP. Und noch ein oft erwähnter Wunsch: wenn sich der Mitarbeiter krankmelden muss, braucht man nicht zusätzlich ein schlechtes Gewissen zu machen
  • Abbau von Hierarchien: ich Chef, Du nix. Das funktioniert 2020 nicht mehr. Auch die Mitarbeitenden haben Erfahrungen, die sie – u.a. aufgrund ihrer komplexen Ausbildung haben – viele wünschen sich, dass der Chef zumindest zuhört und darüber nachdenkt. Sicher, der Chef ist verantwortlich und hat das Direktionsrecht aber läuft auch Gefahr, dass Mitarbeitende Fehler sehen und nicht melden nach dem Motto „der Chef will das so“
  • Viele Kolleginnen und Kollegen haben sich ein selbstständiges Arbeiten gewünscht, sie möchten sich aufgrund ihrer Fachausbildung entfalten, dem Chef eine große Hilfe sein und Verantwortung übernehmen. Wichtig dabei ist, dass es regelmäßige Fortbildungen geben sollte, damit das Erlernte nicht in Vergessenheit gerät und die Mitarbeitenden immer up-to-date sind
  • Feedback erhalten, Feedback geben – ohne, dass jemand sofort beleidigt ist, höfliche Umgangsformen und loben (und es auch so meinen) fördert unheimlich die Kultur in einem Unternehmen.
  • Selbstverständlich dürfen Dinge wie 13. / 14. Gehalt, Fahrkostenerstattung oder Zuschuss nicht fehlen, Vermögenswirksame Leistungen, hin zu 30 Tagen Urlaub bei 39 Wochenstunden und vieles mehr.

Jun Rechtsanwälte sind unserem Beitrag gefolgt und haben sich weitreichende Gedanken gemacht, was die Kultur und somit eine feste und loyale Bindung zwischen Mitarbeitenden und dem Arbeitgeber anbelangt und dieses in einem Video zusammengefasst. Hier hat ein Arbeitgeber verstanden, was wichtig ist um Personal zu finden und zu halten. Wir wünschen uns, dass dieses Mindset bei vielen Arbeitgebern ankommt!

Wer sich über schlechtes Betriebsklima beschwert, ist vielleicht ein Teil des Problems statt der Lösung. Wer nur Hilfe…

Gepostet von Jun Rechtsanwälte – Kanzlei für IT- und Wirtschaftsrecht am Freitag, 25. September 2020

Passend dazu verweisen wir auch noch auf unseren Podcast „Du bist“, EUR 1.800,00 für eine Refa/Reno sind genug.

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