Stellungnahme der Reno Vereinigung Hamburg zu dem DAV Fachangestellten-Merkblatt 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

sehr geehrte Damen und Herren,

der DAV titelt auf seiner Homepage wie folgt:

„Rechts­an­walts­fach­an­ge­stellte/r oder Rechts­anwalts- und Notarfach­an­ge­stellte/r (ReFa/ReNo)

ReFa/ReNo – Ein Beruf mit Anspruch und Zukunft

Ohne Rechts­an­walts­fach­an­ge­stellte oder Rechts­anwalts- und Notarfach­an­ge­stellte funktioniert – fast – kein Anwaltsbüro. Der Deutsche Anwalt­verein unterstützt das Ausbil­dungs­en­ga­gement seiner Mitglieder, seit 1991 kompetent beraten von seinem ReNo-Ausschuss.“

Wir als Berufsverband sehen das genauso wie der DAV! Unsere Kolleginnen und Kollegen sind einfach nicht aus den Kanzleien und Notariaten wegzudenken, sie sind die gute Seele des Unternehmens, sie sind die Fachangestellten, die Aktenabrechner, die Telefonzentrale, die Vollstrecker, die Mandantenversteher, die Chef-Verleugnerer, die Zuhörer, die Seelentröster, die Ausbilder und noch sehr viel mehr. Da kann und darf es doch nicht sein, dass der DAV auch im Jahr 2020 das Merkblatt für Fachangestellte überarbeitet (begrüßen wir!) und noch immer das Einstiegsgehalt in Höhe von mindestens EUR 1.800,00 beziffert. Liebe Berufsträger, Sie beschäftigen Fachangestellte, keine ungelernten Kräfte, Sie erwarten Hochleistung von Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bezahlen Sie sie auch bitte entsprechend.

Wir haben uns als Berufsverband entschieden, das Merkblatt schriftlich bei dem DAV zu monieren und hoffen für unsere Mitglieder und Kolleginnen und Kollegen, dass dieses Merkblatt entweder verschwindet oder aber so überarbeitet wird, dass ein Mensch für die erwartete Leistung auch leistungsgerecht bezahlt wird.


Transparenz wird bei uns großgeschrieben, wir stellen daher unsere Stellungnahme hier zur Verfügung.

Der Vorstand der Reno Vereinigung Hamburg,
Hamburg, 14.07.2020

Update 21.07.2020 – das Merkblatt wird aktuell überarbeitet